Freet Feldom 3 im Test
Ich habe ziemlich lange nach dem richtigen Barfußschuh zum Trailrunning gesucht. Bis jetzt habe ich meine Vibram FiveFingers benutzt. Aber jedes Mal die Zehen in diese Fächer zu schieben, ist schon umständlich. Außerdem trage ich manchmal gerne Socken. Der Freet Feldom 3 ist der Schuh, der meiner Meinung nach perfekt für Trailrunning, Laufen auf unbefestigtem Untergrund und zum Wandern geeignet ist. In diesem Testbericht erkläre ich dir genau, warum.
Kurz über Freet als Marke

Freet ist eine britische Marke aus Yorkshire, die sich vollständig auf Barfußschuhe konzentriert. Das Unternehmen besteht seit über zehn Jahren und hebt sich in ein paar Punkten von den größeren Marken ab.
Erstens fertigt Freet von Haus aus breitere Schuhe als viele Konkurrenten. Nicht nur in der Zehenbox, sondern auch im Mittelfußbereich. Das ist für mich persönlich ein Grund, immer häufiger zu Freet zu greifen, weil ich breite Füße und einen Hallux valgus habe. Ich bin ein großer Fan der Marke.
Zweitens sind alle Modelle Unisex und in den Größen EU 30 bis 48 erhältlich. Das hält das Sortiment übersichtlich. Du musst nicht separat nach einer Herren- oder Damenversion suchen.
Drittens steckt ein starker Nachhaltigkeitsfokus in der Marke. Das Obermaterial des Feldom 3 besteht aus BottleYarn, einem Material, das aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wird. Das finde ich ein schönes Detail, auch wenn ich einen Schuh letztendlich nach Passform und Leistung kaufe, um ehrlich zu sein.
Ich habe inzwischen mehrere Freet-Modelle getragen. Der Freet Flex hat ebenfalls einen Testbericht auf dieser Seite (von Danielle). Der Feldom 3 ist ein anderer Schuhtyp: Während der Flex eher ein Allrounder ist, richtet sich der Feldom 3 speziell auf Trails und unbefestigtes Gelände.
Erster Eindruck und Aussehen
Als ich den Karton öffnete, fiel mir zuerst das Aussehen auf. Der Feldom 3 sieht in Grün wirklich toll aus. Es ist ein Barfußschuh, der nicht sofort wie ein Barfußschuh aussieht. Das finde ich manchmal wichtig, denn ich muss sagen, dass ich mich zum Beispiel in meinen Zehenschuhen manchmal ziemlich angestarrt fühle. Den Feldom 3 könnte man einfach tragen, ohne dass jemand merkt, dass es ein minimalistischer Schuh ist.
Passform und Tragegefühl
Das ist der Punkt, der für mich immer am meisten zählt. Ich habe breite Füße und einen Hallux valgus an beiden Füßen. Bei vielen Marken spüre ich Druck auf meinem großen Zeh oder an der Außenseite meines Vorfußes. Beim Feldom 3 habe ich das nicht.
Hast du schmale Füße? Dann ist dieser Schuh nicht für dich geeignet.
Der Freet 5in1 asymmetrische Vorfuß gibt meinen Zehen allen Raum zum Spreizen. Das Mesh-Obermaterial (BreatheMesh nennt Freet es) ist geschmeidig genug, um sich an die Auswölbung meines Hallux valgus anzupassen, ohne dass ich Druckstellen spüre. Das ist für mich ausschlaggebend. Ein Schuh kann technisch noch so beeindruckend sein. Wenn er nicht zu meinen Füßen passt, ist es verlorene Zeit und Geld.
Die Größenangabe verdient Aufmerksamkeit. Für den Freet Vibe 2 (siehe Nummer 6 in diesem Artikel) habe ich Größe 42, und für diesen Schuh brauchte ich Größe 43. Behalte das also im Hinterkopf, wenn du diesen Schuh kaufen möchtest. Freet empfiehlt, mindestens 5 mm Platz vor dem längsten Zeh zu lassen.
Das Einsteigen fühlt sich sofort angenehm an. Eine Einlaufphase ist nicht nötig. Der Schuh sitzt vom ersten Moment an wie angegossen, ohne Steifheit oder Druckpunkte. Das kenne ich inzwischen von Freet. Bei all ihren Modellen ist das so.
Die Sohle: Grip und Dämpfung
Der Feldom 3 hat die HillGrip-Sohle von Freet. Das ist ihr aggressivstes Sohlenprofil, speziell entwickelt für schlammige Wege und nasse Untergründe. Die Stollen sind 4 mm tief, was für einen Barfußschuh ziemlich viel ist.
Auf unbefestigtem Gelände merkt man das: Der Grip ist hervorragend. Schlamm, nasses Laub, lockerer Boden, Gras nach einem Regenschauer. Der Feldom 3 hält dich auf den Beinen, wo andere Barfußschuhe anfangen zu rutschen.
Die gesamte Sohlenstärke (Stackhöhe) beträgt 10,5 mm mit der mitgelieferten Einlegesohle und ca. 7,5 mm ohne. Die Einlegesohle ist 2,5 mm dick und herausnehmbar. Darunter befindet sich eine 2 mm ConnectMax EVA-Zwischensohle. Die bietet gerade genug Dämpfung, um längere Strecken auf härterem Untergrund durchzuhalten, ohne dass man das Barfußgefühl zu sehr verliert.
Für mich ist das genau die richtige Balance. Ich will spüren, was unter meinen Füßen ist, aber ich will nicht, dass jeder spitze Stein durch meine Sohle sticht. Der Feldom 3 liegt da genau dazwischen.
Willst du noch mehr Schutz, dann bietet Freet eine separat erhältliche Rock Plate 2 an, die du unter die Einlegesohle legen kannst. Die habe ich selbst nicht gebraucht, aber es ist schön, dass die Möglichkeit besteht.
Die Gummimischung der Sohle ist recht hart, was der Lebensdauer zugutekommt, aber auf glattem nassem Stein weniger Grip bietet. Da ich diesen Schuh fast ausschließlich auf unbefestigtem Gelände nutze, ist das für mich kein Problem. Läufst du viel auf Asphalt oder Gehwegplatten, dann verschleißt die HillGrip-Sohle auch schneller als die MultiGrip-Sohle, die Freet bei ihren städtischen und Freizeitmodellen verwendet.
Flexibilität
Der Feldom 3 ist ausreichend flexibel. Du kannst den Schuh problemlos doppelt falten. Beim Abstoßen während des Laufens merkst du, dass die Sohle sich mit deinem Fuß mitbewegt, anstatt dagegenzuarbeiten. Das ist beim Trailrunning sehr angenehm, weil sich dein Fuß ständig an wechselnde Untergründe anpassen muss.
Die Flexibilität ist vergleichbar mit anderen Freet-Modellen. Es ist einer der stärksten Punkte dieser Marke. Wo Schuhe von zum Beispiel Vivobarefoot manchmal in den ersten Kilometern etwas steifer wirken, ist der Feldom 3 schnell geschmeidig.
Atmungsaktivität und Material
Das BreatheMesh-Obermaterial atmet prima. Nach einer Stunde Trailrunning fühlen sich meine Füße nicht stickig oder überhitzt an. Das Material trocknet auch relativ schnell nach einem Regenschauer oder wenn du durch eine Pfütze gelaufen bist.
Das BottleYarn-Material fühlt sich fest, aber nicht steif an. Es gibt gerade genug Struktur, um deinen Fuß bei schnellen Richtungswechseln an Ort und Stelle zu halten, ohne zu drücken.
Die Verarbeitung wirkt langlebig. Nach Wochen der Nutzung sehe ich keinen Verschleiß an den Nähten oder am Obermaterial. Der Schuh selbst ist nicht wasserdicht, was angesichts der Atmungsaktivität logisch ist. Man kann nicht alles haben 🙂
Gewicht
Der Feldom 3 wiegt ungefähr 300 Gramm pro Schuh in Größe 42. Das ist leicht, selbst für einen Barfußschuh. Zum Vergleich: Der Vivobarefoot Tracker liegt schnell über 400 Gramm. Bei längeren Läufen merkt man diesen Gewichtsunterschied. Deine Füße fühlen sich weniger schwer an, du ermüdest weniger schnell.
Spezifikationen Freet Feldom 3
- Sohle: HillGrip mit 4 mm Stollen
- Zwischensohle: 2 mm ConnectMax EVA
- Einlegesohle: 2,5 mm (herausnehmbar)
- Stackhöhe: 10,5 mm (mit Einlegesohle), 7,5 mm (ohne)
- Gewicht: ca. 300 Gramm pro Schuh (Größe 42)
- Obermaterial: BottleYarn (recycelte Flaschen) mit BreatheMesh
- Sprengung: Zero
- Größen: EU 30–48 (Unisex)
- Vegan: ja
Wofür nutze ich den Freet Feldom 3?
Ich nutze diesen Schuh vor allem für Trailrunning auf unbefestigtem Gelände. Waldwege, Feldwege usw. Dort kommt der Feldom 3 meiner Meinung nach am besten zur Geltung. Der Grip, die Flexibilität und das Gewicht machen ihn zu einem idealen Schuh für diese Art des Laufens.
Daneben nutze ich ihn auch als Barfuß-Wanderschuh. Die Dämpfung reicht für Strecken von 15 bis 20 Kilometern auf wechselndem Gelände.
Der Feldom 3 eignet sich am besten vom Frühjahr bis zum Herbst. Im Winter bei Frost oder Schnee würde ich ein anderes Modell wählen. Der Schuh ist nicht isoliert und das Mesh-Obermaterial hält keine Wärme. Aber von März bis November sind das meine festen Trailrunning-Schuhe.
Rabattcode und wo erhältlich
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Fazit
Der Freet Feldom 3 ist für mich der Barfuß-Trailrunning-Schuh, den ich lange gesucht habe. Breite Passform, keine Druckstellen bei meinem Hallux valgus, genug Grip auf schlammigem Gelände, gerade genug Dämpfung für längere Strecken und ein Gewicht, das man kaum spürt.
Das Material ist angenehm, der Schuh sitzt bequem und ich finde, dass er auch noch toll aussieht. Wenn du breite Füße hast und einen Barfußschuh für Trailrunning, Wandern oder Laufen auf unbefestigtem Untergrund suchst, dann ist der Feldom 3 meiner Meinung nach eine der besten Optionen, die es derzeit gibt.
Ich muss nicht weiter suchen. Das werden meine festen Schuhe für unbefestigte Wege.
Willst du erst mehr über Barfußschuhe erfahren? Dann lies auch meinen Ratgeber für Beginner und die Übersicht der besten Barfußschuhe.
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