OAKA Derby Knit Test: Elegante Barfußschuhe für formelle Anlässe

Geschrieben von: Remco

Normalerweise bin ich ein leidenschaftlicher Barefoot-Fan, für mich gilt: je dünner die Sohle, desto besser. Vivobarefoot ist daher meine Lieblingsmarke wegen der minimalen Sohle, aber auch wegen der Nachhaltigkeit: Sie halten extrem lange und meist sind die Schnürsenkel die ersten Teile, die verschleißen – diese lassen sich natürlich leicht ersetzen. Bei diesem OAKA ist das Barfuß-Erlebnis etwas anders. Die Sohle ist dicker, als ich es gewohnt bin, aber der Schuh hat für mich auch eine andere Funktion. Man trägt ihn zu formellen Anlässen, bei denen man keine allzu langen Strecken zurücklegt. Für einen schicken Anlass oder im Büro also der perfekte Schuh. Für einen langen Spaziergang von einer Stunde ist er jedoch weniger geeignet.

Für mich ist es dennoch eine ideale Ergänzung zu meiner Barefoot-Schuhsammlung. Früher war ich ein Fan klassischer Spitzschuhe, die ich im Schnitt noch einmal pro Jahr trage, zum Beispiel bei einer Hochzeit. Seit ich auf Barfußschuhe umgestiegen bin, finde ich diese Spitzschuhe vom Tragegefühl, Sitz und meiner Haltung her schrecklich – auch wenn ich sie optisch noch immer schön finde. Die OAKA-Schuhe sind dafür ein recht guter Ersatz: Sie sehen elegant und ordentlich aus, wirken auf den ersten Blick nicht wie Barfußschuhe und lassen sich gut bei formellen Anlässen tragen.

Elastiksystem

Die Schnürsenkel – oder besser gesagt das Fehlen davon – sorgen für ein eleganteres Erscheinungsbild. In den Schnürlöchern befinden sich nämlich standardmäßig Gummibänder, wodurch der Schuh eng am Fuß sitzt. Das sieht nicht nur gut aus und verhindert, dass die Schnürsenkel aufgehen, sondern bedeutet auch, dass man den Schuh einfach und schnell an- und ausziehen kann. An meinem Fuß sitzt er ebenfalls bequem, daher empfinde ich dies als Pluspunkt gegenüber klassischen Schnürsenkeln. Ideal – und für mich eine Lösung, die auch bei anderen Modellen super wäre.

Passform und Größenwahl

Normalerweise trage ich Größe 43, und bei dem OAKA Derby Knit habe ich US-Größe 9 gewählt, was 42,5 entspricht. Ich habe einen relativ breiten Fuß, aber nicht extrem breit. Zum Vergleich: Vivobarefoot-Schuhe in Größe 43 passen mir immer perfekt. Der OAKA bietet für meinen Fußtyp genügend Platz, besonders im Zehenbereich, da die Spitze recht breit gestaltet ist. Auf ihrer Website gibt es eine praktische Größentabelle – sowohl für Länge als auch für Breite.

Nachhaltiges Material

Das Derby Knit Modell besteht aus rPET-Material. Dieses recycelte Material wird aus gebrauchten Plastikflaschen hergestellt. Es fühlt sich robust an und der Schuh ist sehr sauber verarbeitet mit ordentlichen Nähten – was man bei diesem Preis auch erwarten darf. rPET hat den großen Vorteil, dass es leicht und flexibel ist, was dem Tragekomfort zugutekommt.

Sohle und Barefoot-Eigenschaften

Die Sohle hat laut Spezifikationen eine Dicke von 11 mm, was tatsächlich dicker ist als bei meinen üblichen Barfußschuhen. Für jemanden, der an ultradünne Sohlen wie bei Vivobarefoot gewöhnt ist, fühlt sich das anders an. Dennoch bleibt die Sohle flexibel genug, und für dieses spezielle Modell – gedacht für elegantere Anlässe und nicht für Waldspaziergänge – finde ich das völlig in Ordnung. Sie sind „barefoot“ genug, besonders für die Situationen, in denen diese Schuhe getragen werden. Der Schuh hat ein Zero-Drop-Design, wodurch man trotzdem die natürliche Barfußhaltung beibehält.

Tragekomfort im Alltag

Der OAKA Derby Knit kann problemlos den ganzen Tag getragen werden, ohne dass es unangenehm wird, aber für längere Spaziergänge sind andere Barfußschuhe angenehmer. Dieser Schuh hat seinen Platz gefunden als meine Wahl für elegantere und formelle Anlässe, die Arbeit und Situationen, in denen man professionell aussehen möchte und dennoch unbedingt Barfußschuhe tragen will. Ich habe den Schuh noch nicht bei verschiedenen Wetterbedingungen getestet, vermute aber, dass er nicht vollständig wasserdicht ist.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit 142,95 € finde ich den OAKA Derby Knit eher teuer. Barfußschuhe sind generell etwas teurer als herkömmliche Schuhe, aber dieser Preis verlangt schon nach einer bewussten Investition. Ob er den Preis am Ende wert ist, hängt davon ab, wie lange sie halten werden. Das kann ich erst nach einigen Monaten oder einem Jahr wirklich beurteilen, aber der erste Eindruck in Bezug auf Material und Verarbeitung ist vielversprechend.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Stilvolles Design, das auf den ersten Blick nicht wie Barfußschuhe wirkt
  • Praktisches Elastiksystem für einfaches An- und Ausziehen
  • Nachhaltiges rPET-Material mit sauberer Verarbeitung
  • Perfekt für formelle Anlässe
  • Genügend Platz für Zehenspreizung
  • Zero-Drop-Sohle

Nachteile

  • Dickere Sohle, als Hardcore-Barfußfans gewohnt sind
  • Relativ hoher Preis
  • Weniger geeignet für lange Spaziergänge

Fazit

Der OAKA Derby Knit ist eine schöne Ergänzung zu meiner Barefoot-Schuhsammlung. Für jemanden, der regelmäßig in Situationen ist, in denen elegante Schuhe erforderlich sind und der unbedingt Barfußschuhe tragen möchte, ist dies die perfekte Option. Es ist ein guter Kompromiss – nicht so minimalistisch wie meine Alltagsschuhe, aber viel natürlicher und bequemer als traditionelle elegante Schuhe. Der Schuh sieht professionell und stilvoll aus, und Sohle wie auch Schuh sind flexibel genug, um als Barfußschuhe durchzugehen. Der Preis ist zwar hoch, aber die nachhaltigen Materialien und die Verarbeitung sind absolut in Ordnung. Nun bleibt zu hoffen, dass der Schuh lange hält und den Preis damit voll rechtfertigt.

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